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Hintergründe zu den Gebühren

Bau und Betrieb von Abwasserkanälen und Kläranlagen sind mit Kosten verbunden, die von den Städten und Gemeinden auf die Einwohner übertragen werden. Doch wir dürfen dabei nicht aus den Augen verlieren, daß Wasser Grundlage unseres Lebens ist und daß die Investitionen in den Gewässerschutz das wertvolle Naß auch für künftige Generationen erhalten.

Dank der intensiven Bemühungen von Gesetzgeber, Fachleuten und der Industrie sind im Abwasserbereich erhebliche Fortschritte erzielt worden:
So weist heute die Gewässergütekarte eine Vielzahl von Fließgewässern als nur gering bis mäßig belastet aus. Der Rhein bietet bereits den Lachsen wieder ein Zuhause.

Dasselbe Prinzip gilt auch für die Luftreinhaltung. Wären nach der Erkenntnis in den 80er, daß das Waldsterben von der Schwefeldioxidbelastung aus den Kraftwerken stammt, nicht Entschwefelungsanlagen installiert worden, hätten wir von grünen Wäldern wohl nur noch träumen können.

Die Abwassertechnik hat sich mit den wachsenden Anforderungen an einen besseren Gewässerschutz zu einem eigenen Wirtschaftszweig entwickelt. Bei Planung und Bau von Abwasseranlagen werden zuvor intensive Untersuchungen angestellt, die sowohl die Menge und Zusammensetzung des Aufkommens an Wassers, als auch künftige Entwicklungen berücksichtigen.
Basis der Planungen, Bemessungen und des Betriebs ist das ATV-Regelwerk "Abwasser-Abfall", das von Fachleuten der Städte und Gemeinden, von den Wasserwirtschaftsverwaltungen, von beratenden Ingenieurbüros und den Anlagenherstellern genutzt wird. Im ATV-Regelwerk werden in der Praxis bewährte Verfahren, Einrichtungen und Betriebsweisen zusammengefaßt. Hierbei werden die neuesten technischen Erkenntnisse unter Berücksichtigung der Funktionssicherheit, sowie sicherheitstechnischen, hygienischen und wirtschaftlichen Erfordernissen zugrundegelegt.

Auch die Speicherung und Nutzung von Regenwasser bzw. dessen Versickerung vor Ort entlasten die Kläranlagen, weshalb eine Entsiegelung von Flächen anzustreben ist.

Jeder sieht es als selbstverständlich an, dass das Spülwasser der Küche, das Badewasser oder das Seifenwasser aus der Waschmaschine einfach abfließen, wenn man den Stöpsel zieht. Ärgerlich wird es erst, wenn der Keller durch Rückstau aus den Abwasserleitungen unter Wasser steht. Dann denkt jeder Hausbesitzer prompt, hier habe die Stadtentwässerung versagt. Ursache ist, daß das örtliche Abwassernetz, bei starken Regenfällen, die Wassermengen nicht in jedem Fall schnell genug ableiten kann. Deswegen schreiben die kommunalen Entwässerungssatzungen Abwasserhebeanlagen mit Rückstauschleife oder Rückstausicherungen vor. Der Einbau und die Wartung des Rückstauschutzes ist Sache des Bürgers.

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Quelle:
ATV
Abwasser im Klartext
6. vollständig überarbeitete Auflage

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