DVGW

Zertifikat über
ein Energie-management-system

 

Verjüngungskur für Brunnen, Filter und Rohre im Wasserwerk

Wasserverband Stendal - Osterburg investiert 550 000 Euro in Arendsee

 

Für insgesamt 550 000 Euro bringt der Wasserverband Stendal - Osterburg das Arendseer Wasserwerk auf den neuesten Stand der Technik. Im ersten Bauabschnitt werden drei Brunnen und die Rohrleitung erneuert. Dann folgt der Rückbau des Absetzbeckens, das durch ein größeres ersetzt wird. Schritt drei ist die Sanierung des Wasserwerksgebäudes mit Filterhalle, Filter, Pumpen und Elektrotechnik.

Arendsee. „Alle Arbeiten erfolgen schrittweise und bei laufendem Betrieb, so dass unsere Kunden in Arendsee und 20 weiteren Orten trotzdem ständig mit sauberen Trinkwasser versorgt werden“, erklärte Eugen Minowski, Vize-Geschäftsführer des Wasserverbandes Stendal - Osterburg. Es sollen 550 000 Euro investiert werden. „Damit wird die aus den 1970er Jahren stammende Anlage für die nächsten 50 Jahre ertüchtigt“, so Minowski. „Einer der vier Brunnen ist bereits erneuert, die drei anderen werden wie die ganze Anlage auf den neuesten Stand der Technik gebracht.“

Gestern waren die Mitarbeiter der Umwelttechnik- und Wasserbaufirma aus Stendal in Arendsee dabei, einen der drei alten Brunnen abzureißen. „Die gemauerte alte so genannte Brunnenstube über einen Brunnenkopf zu entfernen und nicht mehr benötigte stillgelegte Leitung zu verfüllen und zu verschließen“, beschrieb Wasserverbandsmitarbeiter Thomas Martin die Vorgehensweise. Die neuen „Stuben“ sollen dann nicht mehr über den Brunnenkopf gemauert werden, sondern bestehen aus Betonfertigteilen. Die haben nur noch eine Größe von zwei mal zweieinhalb Metern. Parallel laufen die Schacht- und Verlegungsarbeiten für die neue Rohrleitung zwischen Brunnen und Filter im Wasserwerksgebäude mit einer Gesamtlänge von über 300 Metern. Das Gebäude soll im dritten Bauabschnitt modernisiert werden einschließlich der Filter, Pumpen und Elektrotechnik. Zuvor ist aber noch das Absetzbecken zurückzubauen und durch ein neues größeres zu ersetzen. Darin sollen sich die Schwebstoffe absetzen, die sich nach der Förderung aus ca. 50 Metern Tiefe noch im Wasser befinden. „Und schließlich sind auch noch die bauliche Hülle des Werks, der Sanitärbereich und der Elektroraum zu sanieren“, so Thomas Martin.

Im Vorfeld der laufenden Maßnahme waren 2003 die Brunnenköpfe erneuert und der Reinwasserbehälter saniert worden. Das war 2005, nachdem das Wasser mit koliformen Keimen belastet war. „Das ist nicht wieder der Fall gewesen, und auch während der Sanierung kontrolliert das Gesundheitsamt ständig die Wasserqualität“, machte Thomas Martin deutlich. Wenn das Wasser aus der Erde hochgepumpt ist, passiert es die Rohrleitung bis zum Filter und kann dann mit Pumpen direkt in die Haushalte oder in den Wasserturm gelangen. Der Reinwasserbehälter dient ebenso wie der Turm als Vorratsspeicher. Zurzeit laufen in Kleinau die Arbeiten an der neuen Trinkwasserleitung. Die Hauptleitung aus Einwinkel liegt schon in der Erde. Die Haushalte sind noch anzuschließen. Bisher wurden die Kleinauer aus dem eigenen Werk mit Wasser versorgt. Das war jedoch stark eisenhaltig.

zurück