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Abwasserentsorgung auf Umwegen

Teilstrom nach Lüderitz umgeleitet/bessere Auslastung

Einen Meilenstein für die Tangerhütter Abwasser-Geschichte setzten in der vergangenen Woche Dr. S. Rutter, Vorsitzender des Wasserverbandes Stendal-Osterburg und der Geschäftsführer Dieter Schröder. Seit Freitag ist die Kläranlage in Lüderitz nicht mehr unter- und die in Tangerhütte nicht mehr überlastet. Hintergrund einer nötigen Anbindung der Lüderitzer Anlage an die Tangerhütter waren die Probleme der Ausnutzung. Während das Tangerhütter Klärwerk besonders im Winter durch seine geringe Auslastung Gefahr lief, einzufrieren, liefen die Pumpen und Schächte in Tangerhütte bei einem einfachen Regenguss über.

Im Frühjahr schrieb der Wasserverband Stendal-Osterburg die Maßnahme für eine mechanische Abwasserbehandlung auf der Tangerhütter Kläranlage und der Abwasserdruckleitung aus und bereits im Juni selbigen Jahres begannen die Ausbauarbeiten. Bernard Sieve, Geschäftsführer der BIMA erklärte die einzelnen Neuerungen. Durch die bisherige Überlastung konnte das Tangerhütter Werk die erforderliche Reinigungsleistung des Wassers nicht mehr erbringen. Abwasser, das künftig in die Tangerhütter Anlage fließt, wird dort zunächst in der Feinrechenanlage und dem Sandfang gereinigt. Im neuen Misch- und Ausgleichsbecken wurde ein Pumpwerk installiert, das einen Teilstrom zur Weiterverarbeitung ins eigentliche Klärwerk nach Tangerhütte und einen Teilstrom über die Abwasserdruckleitung nach Lüderitz leitet, der dort weiterverarbeitet wird.

In naher Zukunft, wenn alle Gemeinden an das Abwassernetz angeschlossen sind, könnten bis zu 8.000 Einwohner über die Lüderitzer Anlage abgedeckt werden. Einen Großteil der für die Maßnahme anfallenden Kosten übernahm das Land Sachsen-Anhalt.
 

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