DVGW

Zertifikat über
ein Energie-management-system

 

Endausbaustufe für ein zukunftstaugliches Klärwerk

Arbeiten an der Abwasserbehandlung von 9400 Einwohnern

Über den Stand umfangreicher Arbeiten im Tangerhütter Klärwerk informieren sich jetzt die Mitglieder des Ortsrates von Tangerhütte. Das Abwasser von mehr als 9000 Einwohnern läuft dort zusammen. Mit der jetzt laufenden Erweiterung, der Endausbaustufe der Anlage am Ende des Stendaler Weges, will der Wasserverband Stendal - Osterburg das Klärwerk für die Zukunft fit machen.

   

Tangerhütte. Das in den 70er Jahren in Tangerhütte erbaute Klärwerk am Rande der Stadt nimmt heute das Abwasser aus Tangerhütte, Mahlpfuhl, Birkholz, Bertingen, Mahlwinkel, Kehnert, Uchtdorf und Uetz auf. Sein geklärtes Wasser wird über einen Vorfluter in den Tanger eingeleitet. Diese Tatsache sei mit strengen Auflagen an Wassermenge und Qualität verbunden, die das Werk verlassen dürfen, erklärt Petra Tesching, Abteilungsleiterin Abwasser beim Wasserverband Stendal - Osterburg (WVSO). „Würden wir jetzt nicht investieren, dann müssten wir das Klärwerk schließen“, sagt sie. Gemeinsam mit Marlene Gebert, Abteilungsleiterin Investitionen, erläuterte sie den Ortschaftsräten aus Tangerhütte, wie umfangreich jetzt modernisiert wird. So werden nicht nur ein weiteres Betriebsgebäude geschaffen und neue Klärschlammstapelbehälter gebaut, sondern auch die biologische Klärstufe und Nachklärung in Form von „Belebungsbecken“ neu errichtet.

Bereits 1999 begann der Wasserverband mit der ersten Stufe der Erweiterung der Kläranlage, baute die mechanische Reinigung mit Rechen und Sandfanganlage neu. Die Fäkalschlammanlage wurde 2008 nachgerüstet, und jetzt erfolgt der Endausbau.

Insgesamt wurden in den zurückliegenden zehn Jahren rund sechs Millionen Euro investiert, die letzte Ausbaustufe soll rund 3,5 Millionen Euro kosten. Geld, das aus Fördermitteln und der Rücklage des WVSO kommt, wie Tesching erklärte. Die Befürchtung der Ortsräte, die umfangreichen Investitionen könnten sich in den Beiträgen der Bürger niederschlagen, seien damit unbegründet, betont sie. Ein Bild von der Anlage, die nur noch durch eine Person, die Klärwärterin, betreut wird, angefangen vom Rechenfang „fürs Grobe“ und der Schaltzentrale, konnten sich die Besucher vor Ort machen. Auch wenn jetzt noch einmal erweitert werde, sagt Petra Tesching: „Mehr Haushalte können wir hier auch nicht mehr anschließen.“

Von insgesamt 9400 Einwohnern, deren Abwässer eingeleitet werden, verbleiben die Abwässer von etwa 4500 Einwohnern in Tangerhütte, der Rest wird vorgereinigt über das Pumpwerk Schönwalde ins Lüderitzer Klärwerk weitergeleitet, um dieses besser auszulasten. Auch ein Notstromaggregat gehört zur Tangerhütter Anlage, denn Filter und Pumpen laufen nur mit Energie. „Was ist denn, wenn der Strom mal länger ausfällt?“, wollte Ortschaftsrätin Steffi Kraemer wissen. Neben den Sammelbehältern und der Vorreinigung stehen auch die Zuleitungen als Staumöglichkeit zur Verfügung, erklärte Petra Tesching.

zurück