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Eine Million Euro für sauberes Abwasser

Wasserverband Stendal-Osterburg weiht neues Klärwerk bei Scharpenhufe ein
 
Jörg Nickel (2. von rechts) führte die Teilnehmer einer Einweihungsfeier über die Anlage und erklärte den Prozess. Foto: Andreas Puls
 

Der Aland nordwestlich von Seehausen wird künftig sauberer. Der Grund dafür ist die am Montag feierlich eingeweihte neue Kläranlage bei Scharpenhufe. Das Abwasser aus mehreren Orten der Region wird dort mit modernster Technik gereinigt.

Scharpenhufe/Pollitz/Krüden. Insgesamt rund eine Million Euro hat der Wasserverband Stendal-Osterburg in die neue Kläranlage Scharpenhufe mit einer Kapazität für 550 Einwohner sowie parallel in Krüden entstandene Kleinkläranlage (85 Einwohner) investiert.
Beide anlagen laufen bereits in der Probebetriebsphase, was für den Verband am Montag Anlass genug war, zu einer kleinen Einweihungsfeier nach Scharpenhufe einzuladen. Daran nahmen neben mehreren Verbandsvertretern unter anderem die Bürgermeister der Verbandsgemeinde Seehausen und der Gemeinde Aland, Robert Reck und Hans-Joachim Hildebrandt, sowie Vertreter der bauausführenden Firmen und des Planungsbüros teil.

Wie der Geschäftsführer des Wasserverbandes Stendal-Osterburg, Dieter Schröder, ausführte, betreibt der Verband zur Reinigung der Abwässer aus den Orten Scharpenhufe, Deutsch, Drösede, Bömenzien und Gollensdorf die Kläranlage Scharpenhufe.

Alte Anlage wird zurückgebaut

Mit der vorhandenen Kläranlage an der L2 bei Scharpenhufe konnten die geforderten gewässerökologischen Einleitbedingungen nicht erfüllt werden. Das neue Klärwerk wurde nahe der Alandbrücke zwischen Scharpenhufe und Wahrenberg errichtet. Die alte Anlage wird zurückgebaut und das Gelände renaturiert. „Möglich war der Umbau nur dank großzügiger Förderung durch das Land. Insbesondere dem Umwelt- und Landwirtschaftsministerium und dem Landesverwaltungsamt gilt dafür unser Dank.“, so Schröder. Der Geschäftsführer dankte auch der Familie von Jagow, die das Grundstück an den Verband äußerte. „Auch wenn es anfangs einige Unstimmigkeiten gab hinsichtlich der bestmöglichen Abwasserklärung für die hiesigen Orte, sind wir nun froh, dass die Anlage steht und funktioniert. Wir hoffen, dass künftig noch mehr Haushalte ans zentrale System angeschlossen werden können“, sagte Hildebrandt.
Jörg Nickel von der Firma Mall-Umweltsysteme, der die Bauleitung für die zu installierende Klärtechnik hatte, führte im Anschluss die Gäste über die Anlage und erklärte anschaulich den gesamten Klärprozess. Die Mehrheit der Haushalte aus den erwähnten Orten ist bereits ans System angeschlossen – mit Ausnahme von Gollensdorf. Die abwassertechnische Erschließung des Ortes soll im Jahr 2016 beziehungsweise 2017 erfolgen.

Quelle: Volksstimme Osterburg - 25.09.2013

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