22. März „Tag des Wassers“
Die Verfügbarkeit von sauberem Trinkwasser zu jeder Zeit und der hohe Standard der deutschen Abwasserbehandlung sind Teil unserer Lebensgrundlage, sind Standortfaktor für unsere Kommunen und das ganze Land. Die öffentliche Wasserversorgung und Abwasserbehandlung sind wesentlicher Bestandteil der Daseinsvorsorge und der Kritischen Infrastruktur in Deutschland.
Dies wurde schon vor Jahrzehnten erkannt. Im Dezember 1992 haben die Vereinten Nationen daher den 22. März als „Tag des Wassers“ – heute vielfach als „Weltwassertag“ bezeichnet – ins Leben gerufen. Dieser Tag macht auf die Notwendigkeit einer nachhaltigen Wassernutzung aufmerksam, damit auch die nachfolgenden Generationen die Ressource Wasser nutzen können. In diesem Jahr steht der von der UN-Wasser ins Leben gerufene Aktionstag unter dem Motto „Wasser für den Frieden“.
Zudem verständigten sich im September 2015 alle Mitgliedsstaaten der UN zusätzlich auf eine neue gemeinsame Agenda bis 2030 und 17 Ziele (Sustainable Development Goals – „SDGs“) für nachhaltige Entwicklung. Hierbei wurde das Thema Wasser als eigenständiges Ziel aufgenommen – denn der Druck auf die Wasserressourcen wächst.
„Das diesjährige Motto des Weltwassertags ist aktueller denn je“, so der Verbandsgeschäftsführer des WVSO, Mathias Ploewka, anlässlich des Tags des Wassers am 22.März. „Wasser und Gesellschaft sind eng miteinander verknüpft. Die globalen und lokalen Krisen bzw. Ereignisse der letzten Jahre haben die Bedeutung der Daseinsvorsorge Wasserversorgung und Abwasserbehandlung wieder verstärkt in den Blickpunkt gerückt. Hierbei müssen wir uns insbesondere Fragen des Mengenmanagements, der Qualität und des Infrastrukturerhalts stellen, aber auch Themen wie die Abwehr von Cyberangriffen oder auch Notfallvorsorgeplanung gehören zu unserem Tagesgeschäft“, so Mathias Ploewka weiter.
Vor dem Hintergrund der Vielzahl an globalen Krisen wird es umso wichtiger, Wasser nicht als Handelsware zu verstehen. Trink- und Abwasser gehören nicht in den Wettbewerb. Eine flächendeckende, nachhaltige Wasserversorgung und Abwasserbehandlung mit hoher Qualität und Versorgungssicherheit kann auf Dauer nur gewährleistet werden, wenn nicht die Gewinnerzielung, sondern das Allgemeinwohl der Bürger und der Gesellschaft das erklärte Ziel ist. Hierzu gehört es auch, die Belange der Wasserwirtschaft in allen Bereichen als vorrangig einzustufen.